Geschichte

Die Anfänge: Subita

Nach einer von der Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte AGJP organisierten
Projektphase wurde am 16. September 1993 der „Trägerverein Gassenarbeit Subita“
gegründet, primär um Betreuungs- und Beratungsangebote für Suchtabhängige zu
schaffen. Mit der Zeit veränderte sich der Arbeitsschwerpunkt: Die Zahl der
Menschen mit psychischen bzw. sozialen Schwierigkeiten, die aus den sozialen
Systemen Arbeit, Wohnen, Familie/Partnerschaft und Gesundheitsversorgung fielen
und dadurch isoliert bzw. ausgegrenzt lebten, nahm zu – in unserer individualisierten
Gesellschaft gibt es nur selten genügende Netzwerke, die diese Menschen
auffangen und verhindern, dass sich die gesundheitliche und soziale Situation
verschärft und damit institutionelle Hilfe in hohem Masse in Anspruch genommen
werden muss – durch präventive Massnahmen im direkten Lebensumfeld sollte mit
Subita verhindert werden, dass die Probleme eskalierten. Es ging vorrangig um
Personen, die sich öffentlichen oder halböffentlichen Raum aufhielten und durch die
bestehenden Beratungs- und Betreuungsangebote nicht erreicht wurden.

Mojawi kommt dazu

Der Anfang von Mojawi (mobile Jugendarbeit Winterthur) und somit von der
aufsuchenden Sozialarbeit für Jugendliche geht auf die Jahrhundertwende zurück.
Es wurde festgestellt, dass viele Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen von
den bestehenden Einrichtungen der Jugendarbeit (z.B. Quartiertreffs) nicht (mehr)
erreicht wurden. Die mobile Jugendarbeit im öffentlichen Raum mit ihrem Beratungs-
und Begleitungsangebot war eine konkrete persönliche Hilfeleistung, auch mit dem
Ziel, die Teilnahme am öffentlichen Leben resp. die soziale Integration zu fördern.
Später kam für die Jugendlichen erschwerend dazu, dass der nutzbare öffentliche
Raum kleiner und von immer mehr Interessensgruppen beansprucht wurde, was
vermehrt zu Konflikten führte.
Die Mojawi besteht seit 2002. Fester Bestandteil der offenen Jugendarbeit Winterthur
wurde sie nach Abschluss einer zweijährigen Pilotphase.

Ein neuer Verein entsteht

Seit 2009 gibt es den Verein Subita nicht mehr. Die beiden Arbeitsfelder resp.
Abteilungen Subita und Mojawi wurden im Verein Strassensozialarbeit Winterthur
VSSW zusammengefasst.
Im Zentrum steht die aufsuchende Sozialarbeit für alle Altersgruppen. Die Menschen
werden nicht auf ein Büro bestellt, sondern im öffentlichen Raum aufgesucht.

Mit Jugendinfo ins digitale Zeitalter

Der digitale Sozialraum und der Zugang zu Informationen wird in unserer
Gesellschaft seit Jahren zunehmend wichtiger. Damit die Integration in unsere
Gesellschaft gelingt, sind für Jugendliche Informationen, Medienkompetenz und ein
positiver Umgang mit dem digitalen Sozialraum wichtig. Von 2008 bis 2017 hat die
Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte AGJP als Antwort auf diese Entwicklung die
Jugendinfo Winterthur aufgebaut; von 2013 bis 2017 in Zusammenarbeit mit der
Tatenträger AG. Entstanden ist eine breite Palette digitaler Förderungs- und
Unterstützungsangebote. Per Anfang 2018 wurde die Jugendinfo Winterthur in den
Verein Strassensozialarbeit Winterthur VSSW integriert. So ist sichergestellt, dass
Winterthur längerfristig mit der digitalen Entwicklung in der Jugendförderung und
Jugendhilfe Schritt hält und Jugendliche frühzeitig zur richtigen Zeit am richtigen Ort
erreicht.